" Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit "
Die "Weiße Rose"

Die "Weiße Rose" setzte sich aus Studenten zusammen, die ihr Leben mit höchsten moralischen und intellektuellen Ansprüchen führten und die Freiheit ihres Gewissens sehr ernst nahmen. Als ihnen Anfang der 40er Jahre immer deutlicher wurde, daß sie in einem verbrecherischen Staat lebten, der mit seinem Krieg ganz Europa in den Untergang stürzte, entschlossen sie sich, zum Widerstand aufzurufen.

Im Mittelpunkt des Kreises standen Hans Scholl und Alexander Schmorell. Sie verfaßten, vervielfältigten und verschickten im Sommer 1942 vier Flugblätter, deren Eindringlichkeit und intellektuelle Brillanz auch von der Gestapo als sensationell empfunden wurde. Obwohl "Mädchen" eigentlich aus der Widerstandsarbeit herausgehalten werden sollten, beteiligte sich Sophie Scholl bald sehr aktiv. Auch der Philosophieprofessor Kurt Huber wurde eingeweiht. Die Gruppe, der auch Christoph Probst und Willi Graf angehörten, knüpfte vielfältige Kontakte und stellte zwei weitere Flugblätter in großer Auflage her. Als die Geschwister Scholl im Februar 1943 in einer spektakulären Aktion Flugblätter im Lichthof der Universität abwarfen, wurden sie denunziert und verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte den Kern des Kreises zum Tode. Doch auch danach gab es Münchner Studenten, die Flugblätter der "Weißen Rose" weiterverbreiteten.

Hans und Sophie Scholl mit Christoph Probst.


[weiter] [zurück [LiteraturAusf. Dokumentation

Kapitelinhalt:
Page design Sascha Bartesch

last modified: 1998/10/06
© 1998 Kulturreferat der
Landeshauptstadt München

All rights reserved.