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Offener Kampf ist aussichtslos
" Jüdische Selbstbehauptung
Proteste gegen die Verfolgung gab es daher in München nur sehr wenige. Der
jüdische Rechtsanwalt Michael Siegel ging in den ersten Tagen nach der
"Machtergreifung" zur Polizei, um sich über die KZHaft eines seiner jüdischen
Mandanten zu beschweren. Er wurde daraufhin selber mißhandelt. In den folgenden Jahren wurde eine Reihe von Juden vor dem Sondergericht verurteilt, weil sie das "Dritte Reich" kritisiert hatten.
Benno Neuburger verschickte
Postkarten mit antinationalsozialistischen Parolen und wurde zum Tode
verurteilt. Manche versuchten vergeblich, sich den Verfolgungen zu entziehen,
indem sie ihre jüdische Identität verschwiegen, die seit 1939 vorgeschriebenen
Vornamen "Sara" bzw. "Israel" nicht annahmen oder den "Judenstern" nicht
trugen. Die Emigration ins Ausland rettete etwa 7500 Münchner Juden das Leben.
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